Kaputt gelurcht auf dem Bergmolchwanderweg

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Dies wird eine kleine Geschichte des Scheiterns! Vorneweg, ich habe diesen Weg leider nicht geschafft. Mein voriger Tag mit dem Panoramaweg um Bad Belzig hat meine Füße geschafft. Die Hitze, der feine Sand und die Sandalen haben mir Blasen an die Füße gezaubert. Ich habe versucht mich bestens um meine Füße zu kümmern und die Blase mit einem Blasempflaster versorgt. So viel zur Startsituation. Da ich relativ früh hoch bin, habe ich mit unterwegs ein Frühstück gekauft und diesen schönen Platz an der Bushaltestelle in Raben, gegenüber des Naturparkzentrums genutzt, um mich ausreichend für diesen Tag, die Wanderung zu wappnen. Nach dem Studium der Öffnungszeiten (Nationalparkhaus und Burg Raben) habe ich mich entschlossen los zu gehen und nicht zu warten, bis diese Pforten öffnen. Die Wandermarkierung war leicht zu finden und so bin ich frohen Mutes dem blauen Molch gefolgt. Ich war schnell aus dem Dorf heraus und freute mich, dass die Wolken

noch verschwinden sollten. Schnell kam ich zu diesem kleinen angelegten Pool. Dieses rechteckige Becken gehörte einst zu einer Badeanstalt in Raben, die durch die Plane gespeist wurde. Diese wurde schon sehr lange nicht mehr durch die Menschen genutzt und so wurde die Badeanstalt zum Brut- und Laichplatz für Berg-, Kamm- und Teichmolch. Diese befinden sich alle auf der Roten Liste. Daher wurde das Wasserbecken besser auf die Bedürfnisse der Molche abgestimmt (Ausstiegsmöglichkeiten für Jungmolche). Ich nehme an, dass der Weg hier auch seinen Namensursprung hat. Leider habe ich keine Molche oder deren Larven entdecken können. Danach ging es in den Wald, der erfrischend kühl war und nicht so drückend schwül wie mein Weg bis hier her. So langsam spürte ich auch meine Blase immer heftiger und ich fing an, durch Gewichtsverlagerungen und andere Gangstile die Blase weniger zu belasten. Mein Weg machte einen Bogen und ich kam an eine Wiese, die sich schnell als

Quelle der Plane herausstellte. Der Boden war trocken und sandig und direkt daneben war alles grün und frisch. Ein wirklich spannender Gegensatz. Meine Blase schmerzte immer weiter und ich bekam das Bedürfnis mich zu setzen und mir die Sache genauer anzusehen. Es dauerte nicht lange und ein kleines Pausenhäuschen flankierte meinen Weg. Nach einem großen Schluck aus meiner Wasserflasche nahm ich meinen Fuß unter Augenschein. Was sich mir darbot, war wenig erheiternd. Nicht nur, dass das Blasenpflaster nicht mehr halten wollte, nein, auch die Blase hat sich erheblich vergrößert. Ein neues Blasenpflaster hätte dank staubig-sandigem Untergrund und Schweiß nicht gehalten. Ich wurde etwas nervös und fing an meinen Weg auf der Karte zu studieren und zu überlegen, wie ich weiter vorgehen sollte. Ich bin ja schon des Öfteren mit wirklich bösartigsten Blasen noch weit, zum Teil über 20 km weitergelaufen. Will ich mir das in meinem Urlaub antun?

 Ich entschied mich für eine kleine Erprobung meiner Gehqualität und wusste, dass wenn ich weitergehe, mein Urlaub hinterher im wahrsten Sinne gelaufen wäre. Also entschied ich mich schweren Herzens, dass ich meine Wanderung abbreche und mir stattdessen noch die Kirche und das Naturparkzentrum in Raben ansehen werde, bevor ich mit dem Bus wieder nach Bad Belzig fahre. Kurz vor dem Naturparkzentrum sah ich den Bus fahren und wusste, dass ich jetzt so oder so 2 Stunden warten muss. Ich ging mit aller Ruhe durch die Ausstellung und informierte mich zu den Besonderheiten des Flämings. Im Anschluss setzte ich mich draußen auf eine Bank, schrieb Karten an Freunde und Familie und trank ein kaltes Bier. Dabei leistete mir diese Katze Gesellschaft und genoss es, dass ich ein sehr erfahrener Katzenstreichler bin. Zurück in meiner Unterkunft, holte ich Informationen zu Wetter am nächsten Tag ein und bekam einen weiteren Dämpfer. Neben Regen, sollte es auch gewittern, keine guten Voraussetzungen. Ich entschied mich dann für Tag 3 zu einem ausgedehnten Besuch in der Sauna und traf mich an Tag 4 mit meiner Frau in Potsdam, wo wir gemeinsam die Stadt erkundeten.

8,8 Meilen * 1,6 = 14,1 Kilometer

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